Pfarrgemeinde - St. Albertus Magnus - St. Hedwig Sonntag 20.Mai.2012

 

FAQ zur Firmung – Alles was Du wissen solltest!

Was bedeutet die Firmung? Die Firmung ist sozusagen die Vollendung der Taufe. Mit ihr wird das, was durch die Taufe geschenkt wird, besiegelt. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommener mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen.Kurz gesagt ist die Firmung also die Stärkung mit und durch den Heiligen Geist, die endgültige Eingliederung in die Kirche und der Auftrag, den Glauben vor den Menschen zu bezeugen. Wann und wo kann ich mich firmen lassen?Zur Firmung zugelassen ist jeder, der sich darauf vorbereitet hat. Die Firmung wird in der Regel durch den Bischof oder einem von ihm Beauftragten, in der Regel einem Weihbischof, gespendet. Deshalb sind die Termine für die Firmung auch nur in größeren Abständen möglich, meistens einmal im Jahr oder auch nur alle zwei Jahre in den einzelnen Pfarreien. Wenn Du Dich vorbereitet hast, aber an dem entsprechenden Termin nicht firmen lassen kannst, besteht natürlich die Möglichkeit, das Sakrament zu einer anderen Zeit und / oder in einer anderen Kirche zu empfangen. Hierbei helfen Dir die verantwortlichen Seelsorger.


Was passiert in der Vorbereitung?
In der Vorbereitung erhält der Firmling das notwendige Wissen, um das, was in und durch die Firmung passiert, nachvollziehen zu können.
Die zwei Workshops zu den Themen „Taufbekenntnis“ und „sakramentale Zeichen der Firmung“ wollen die wesentlichen Inhalte des Firmritus vermitteln.
Die Teilnahme an zwei Gottesdiensten soll noch einmal neu an die Quelle des Christseins heranführen, nämlich an die lebendige Gemeinschaft mit Jesus Christus, wie sie uns in der Eucharistie geschenkt wird.

Firmung ohne Vorbereitung – geht das?
Nein. Die Kirche verlangt sinnvollerweise eine Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, damit der Firmling Sinn, Bedeutung und Tragweite der Firmung erfassen kann.
Sowohl die Teilnahme an den Workshops als auch an den angebotenen Gottesdiensten (katechetischen Messen) sind deshalb Pflicht. Wer nicht daran teilnimmt / teilnehmen kann, hat natürlich die Möglichkeit, das Versäumte nachzuholen.
Zum Nachholen des Workshops ist dabei eine schriftliche Ausarbeitung zu dem entsprechenden Thema zu erstellen (eine DIN A4 Seite). Hierzu gibt es eine Anleitung.

Ein Kontrakt für die Vorbereitungszeit: Was bedeutet das?
Die gerade benannten Bedingungen der Vorbereitung werden zwischen dem / der Jugendlichen und dem verantwortlichen Seelsorger in einem Kontrakt geregelt.
Die Pfarrei verpflichtet sich durch den Verantwortlichen für die Firmvorbereitung, die Vorbereitung zu gewährleisten. Der Firmling verpflichtet sich zur Teilnahme an der Vorbereitung und zur Einhaltung der vereinbarten Regeln.
Ein Kontrakt ist kein Vertrag! Die Bedingungen können vor Abschluss des Kontraktes ausgehandelt werden! Dazu ist es wichtig, dass sich der Firmling darüber Gedanken macht, was er für seine Vorbereitung auf den Empfang der Firmung erwartet.

Wozu ein Anmeldegespräch zur Vorbereitung?
Der Sinn des Anmeldegesprächs ist, dass Firmling und Seelsorger sich gegenseitig kennenlernen können. Im Anmeldegespräch können, unabhängig von den allgemeinen Vorgaben und Regeln, zusätzliche Dinge (auch per Kontrakt) vereinbart werden. Ein Beispiel hierfür: Wenn jemand aus zeitlichen Gründen an einem Modul überhaupt nicht teilnehmen kann, aber trotzdem eine intensive Vorbereitung wünscht, kann hierfür im persönlichen Gespräch ein individueller Weg vereinbart werden.
Das Anmeldegespräch ist freiwillig. Es möchte eine Chance bieten, auch einmal ganz individuell unter Mithilfe eines Seelsorgers auf den eigenen Glaubensweg zur Firmung hin zu schauen.

Welche Bedeutung hat der Firmpate?
Als Christen glauben wir nicht alleine, sondern leben in einer Glaubensgemeinschaft. Glaube wird von Mensch zu Mensch und von Generation zu Generation weitergegeben. Jeder Glaubende ist, so kann man sagen, auf den Beistand anderer Glaubender angewiesen. Deshalb schreibt das Kirchenrecht:
Dem Firmling soll, soweit diese geschehen kann, ein Pate zur Seite stehen; dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gefirmte sich wie ein wahrer Zeuge Christi verhält und die Verpflichtungen, die mit diesem Sakrament verbunden sind, getreu erfüllt.
Die Patin / der Pate muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
Er / sie muss vom Firmling selbst bestimmt sein und freiwillig bereit sein, diesen Dienst zu leisten.
Er / sie muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben.
Er / sie muss katholisch getauft und gefirmt sein und Mitglied der katholischen Kirche sein.
Er / sie  darf nicht Vater oder Mutter des Firmlings sein.
Wegen des engen Zusammenhangs von Taufe und Firmung bietet es sich an, dass der Dienst des Firmpaten vom Taufpaten übernommen wird.
Die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche muss sich der Pate / die Patin vom Pfarramt des eigenen Wohnortes bestätigen lassen.


Was muss im Vorfeld der Firmung noch beachtet werden?
Zum Ende der Vorbereitungszeit entscheidest Du Dich, ob Du das, was Dir in der Firmung geschenkt wird, auch mit Deinen Möglichkeiten leben möchtest. Das heißt, Du entscheidest Dich dann ganz bewusst, ob Du Dich firmen lassen möchtest. Das geschieht noch einmal in einer eigenen Anmeldung zu der die Bescheinigung des Paten dazu gehört. Vor der Firmung wird mit allen Firmlingen der Gottesdienst noch einmal „geübt“. Die Paten müssen beim Üben nicht dabei sein.

Wie läuft die Firmung ab?
In der Regel treffen sich die Firmlinge vor dem Gottesdienst zu einem kurzen Gespräch mit dem Bischof / Firmspender.
Die Firmung selbst wird innerhalb einer Eucharistiefeier / Messe gespendet. Die Firmlinge sitzen zusammen mit ihren Paten in den ersten Bankreihen. Zur Firmung gehen sie vor den Altar und der Firmling empfängt das Sakrament.
Eltern, Verwandte und Freunde sitzen in den Bänken hinter den Firmlingen und Paten. Die Kirche ist bei einer Firmung gut gefüllt, so dass Sitzplätze rar sein können.
Die Kleidung soll der Würde der Feier entsprechend sein, also feierlich aber dezent.


Und was kommt nach der Firmung?
Die Freude oder auch der Ernst des Glaubens! Was Du aus Deinem Glauben machst, entscheidest Du. Wenn Du dabei Hilfe brauchst oder Dich kirchlich engagieren möchtest, sprich die Seelsorger in Deiner Gemeinde ruhig an.

Den aktuellen Terminplan finden Sie hier.